Über die Rasse
Der Spaniel repräsentiert eine der ältesten, gezielt gezüchteten Hundefamilien. Schon im 15. Jahrhundert wurden sie bei der Jagt zum Aufspüren und scheuchen vom Wild benutzt. Die Familie der Spaniels beinhaltete kleine, mittelgroße und große Hunde. Der Cocker Spaniel, so wie wir ihn heute kennen, stammt direkt vom inzwischen ausgestorbenen Spanischen Spaniel (Jagdspaniel) ab, von dem erst der Feldspaniel, dann der Norfolk Spaniel, der Sparinger Spaniel und der Englische Spaniel hervor gingen. Aus dem Englischen Spaniel wurde dann später uns bekannter Cocker Spaniel. Als eigenständige Rasse wurde der Cocker Spaniel im Jahr 1893 anerkannt durch den Kennel Club of England, aber noch 1882 wurde der American Spaniel Club gegründet, wo durch die Selektivzucht Amerikanisch Cocker Spaniel als ein neue Zweig der Rasse geboren entstanden ist. Seit 1949 wurden dann die Eintragungen in das Zuchtbuch des American Kennel Clubs in Amerikanische und Englische Cocker Spaniel (oder Cocker Spaniel) unterteilt und seit dem gehen sie getrennte Wege.
Cocker Spaniel sind Hunde mit flach am Körper anliegendem, seidig schimmernden Fell. Es ist weich und dicht, wobei es am Kopf kurz, dafür aber an den Ohren, der Brust, dem Bauch, den Beinen und am Schwanz lang ist. Cocker Spaniel gibt es mit den Fellfarben rot, braun, schwarz, blauschimmel, orangeschimmel und braunschimmel, schwarz-weiß, orange-weiß, braun-weiß, alle auch mit loh, zobel. Der Körper ist kompakt und etwas größer (Rüden bis 41 cm, Hündinnen bis 39 cm) als beim American Cocker Spaniel. Der Rücken ist gerade und fällt zu den Lenden hin leicht ab. Der English Cocker Spaniel besitzt einen tiefen, gut ausgebildeten Brustkorb und lange, tief angesetzte Hängeohren. Die großen Augen sind entweder dunkel oder haselnussfarben. Seine Nase ist recht groß und passt farblich zur Fellfarbe. Die Schnauze ist eckig, die Kiefer kräftig und muskulös, und die Vorderbeine sind stark und gerade. Er besitzt zudem muskulöse Hinterbeine und eine Rute, die eine Linie mit dem Rücken bildet. Sie wird auf Rückenhöhe getragen. Die Pfoten sind fest und haben kräftige Ballen.
Ein Cocker Spaniel aus gutem Hause ist ein temperamentvoller, fröhlicher, anhänglicher und sensibler Haushund. Diese Rasse kann sich recht gut anpassen, braucht jedoch regelmäßige und ausgiebige Beschäftigung, um fit zu bleiben. Damit der Hund in Ihrem Besitz zu Übergewicht nicht neigt, sollte man auf ein gutes Verhältnis von Futter und Bewegung achten. Vor allem für Apportierübungen und Schwimmen kann man diese Hunde begeistern.
Der Cocker-Spaniel eignet sich als Jagd-, Spür-, Apportier-, Familienhund. Ursprünglich als Stöberhund zum aufspüren von Geflügel und Niederwild verwandt. Daher ist auch die Bellfreudigkeit eine rassespezifische Eigenschaft, welche bei der Erziehung für die Haltung in Wohnungen beachtet werden sollte.
Über die Rasse